The Study of White
Neue Musik aus und zur Ukraine

Für viele ist die Ukraine nach wie vor ein weißer Fleck auf der (musik-)kulturellen Landkarte, auch im vierten Jahr des russischen Kriegs- und Vernichtungsvorhabens. Viele verbinden die Ukraine nunmehr ausschließlich mit Krieg. In diese Lücke stößt THE STUDY OF WHITE und bringt neueste Musik aus der Ukraine nach Mitteldeutschland, während zugleich mitteldeutsche Komponisten sich mit der Ukraine auseinandersetzen.
„Дослідження білого [Erkundung des Weißen]“ – der Titel bezog sich auf ein Hauptwerk von Salvatore Sciarrino, Esplorazione del bianco – begann im Dezember 2021 als eine Serie von Kammermusikkonzerten von Kyiv Contemporary Music Days. Die Konzerte sollten die letzten Veranstaltungen von Kyiv Contemporary Music Days sein, bevor Russland seine vollumfängliche Invasion ins Werk setzte. Seitdem arbeitet Kyiv Contemporary Music Days mit dem Sächsischen Musikbund daran, dieses Format nach Mitteldeutschland zu bringen.
Im Herbst 2023 wurde THE STUDY OF WHITE #1 mit drei Konzerten des ukrainischen Geigers Orest Smovzh in Leipzig, Dresden und Chemnitz pilotiert. Für THE STUDY OF WHITE #2 kam 2025 Viktor Rekalo am Cello nach Sachsen. THE STUDY OF WHITE #3 präsentiert 2026 den Akkordeonisten Igor Saienko.
Ein zentraler Teil der Kyjiwer Konzerte waren Podcast-artige Gespräche, die halfen, den Kontext der aufgeführten Musik zu erhellen. Auch die Konzerte von THE STUDY OF WHITE werden moderiert und verstehen sich als Einladung zum offenen Austausch zwischen Publikum, Solisten, anwesenden Komponisten, ukrainischer Diaspora und sächsischer interessierter Öffentlichkeit.
Ein Projekt des Sächsischen Musikbunds e. V. in Kooperation mit Kyiv Contemporary Music Days.