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Etüde mit Leere-Saiten-Pendel

2016

für Akkordeon

Dauer: 8’

Auftragswerk für die 17. Weimarer Frühjahrstage für Zeitgenössische Musik

UA 17. April 2016, mon ami Weimar, im Rahmen der 17. Weimarer Frühjahrstage für Zeitgenössische Musik; Neža Torkar (Akk)

 

14,80 EUR beim Verlag Neue Musik

Hintersinnige Spielmusik. Konzentrierte Bewegungs- und Klangstudie, die sich phasenweise auch traditionellen Musikidiomen und Spielgesten annähert, harmonisch geprägt von Sekundreibungen und winzigen Tonveränderungen durch den Wechsel zwischen Zug- und Druckbewegung des Balgs. Einsätzige Form, bestehend aus 19 attacca zu spielenden Episoden unterschiedlichen Umfangs (1-17 Takte), die sich jeweils an einem Tonvorrat (2 bis 10 Töne) abarbeiten, der in mehr oder weniger unsteten Pendelbewegungen zwischen beiden Händen rhythmisch und artikulatorisch variiert wird. Dem Stück gelingt die Verknüpfung von Abwechslungs- und Beziehungsreichtum. Das Ringen um Gleichgewicht, regelmäßigen Schritt oder Atem überträgt sich auf körperliche Weise auf Spieler wie Zuhörer und lässt der Musik eine unerwartet expressive, existenzielle Dimension zuwachsen.

Michael Zwenzner, neue musikzeitung, November 2021

Abdruck mit freundlicher Genehmigung

Diemer_Etüde mit Leere-Saiten-Pendel_2018 11 14 (VNM).jpg

Neža Torkar (Akkordeon)

17. April 2016, mon ami, Weimar

Im Rahmen der 17. Weimarer Frühjahrstage für Zeitgenössische Musik 2016

 

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